handsemmel records

 

das kleine, feine label für mundgeblasenen jazz

am beginn stand eine hochzeit. klaus nüchtern, kulturchef der wiener stadtzeitung "falter", ließ das album "bridal suite" (2005, franz koglmann & oskar aichinger) zunächst als hochzeitsgeschenk für einen freund einspielen, aber harald tautscher (lotus records) war vom ergebnis so angetan, dass er das album schließlich auch einer breiteren öffentlichkeit zugänglich machte.

handsemmel records war gegründet und ein jahr später folgte das album "market rasen" (max nagl), das sich der musik der britischen pop-ikone robert wyatt widmet, den klaus nüchtern seit langem verehrt und 2003 zu einem interview treffen konnte. beide alben wurden von der presse sehr wohlwollend aufgenommen und besprochen.

das aktuelle album "a word to the sufficient" erscheint, wie auch schon "c.o.d.e." in kooperation mit dem wiener label cracked anegg records.

um das aktuelle projekt zu unterstützen und eine kontinuierliche arbeit von handsemmel records zu ermöglichen, wurde im Juni 2008 der verein "freunde und freundinnen von handsemmel records" gegründet. jedes mitglied ist herzlich willkommen!
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under western skys

VÖ: 14.10.2011

musicians | musiker: herwig gradischnig/tenor saxophone, bass clarinet; frank schwinn/guitar, live electronics; herbert pirker/drums;

beschreibung: In dieser Musik schwingen "Country" und "Western" mit, ohne dass sie nach Country & Western-Musik klänge - wenngleich das ein oder andere Zitat aufblitzen mag, die eine oder andere Reminiszenz gestattet sei. Landschaften und Westernfilme, und natürlich die Landschaften in Westernfilmen standen als Assoziationsvorlagen am Beginn des Projekts Under Western Skies. Aber nicht, um sie erzählend mit Cowboys und Indianern, Büffelherden und Wagenburgen vollzuräumen oder um der Wildnis Farmland abzutrotzen, das eingezäunt, parzelliert, umkämpft und verschachert werden will, sondern um in ihnen den Traum vom Raum selbst zu träumen, den Mythos von der Weite musikalisch auszuloten, ohne von der Vielfalt der Möglichkeiten, die sich - zwischen Kitsch und Kontemplation - auftun, zu erschrecken. Und wer es lieber mit Theodor W. Adorno hält, dem sei ein Bonmot aus dessen "Minima moralia" mit auf den Weg gegeben: "Schönheit der amerikanischen Landschaft: daß noch dem kleinsten ihrer Segmente, als Ausdruck, die unermeßliche Größe des ganzen Landes einbeschrieben ist."

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c.o.d.e.

VÖ: 04.02.2011

musicians | musiker: oskar aichinger/stimme, fender rhodes, orgelpositiv, klavier; susanna heilmayr/stimme, barockoboe, viola, toys; burkhard stangl/stimme, akustische und elektrische gitarren, vibraphon; achim tang/stimme, bass;

beschreibung: die gründung der formation ekg und damit auch die einspielung der cd „a word to the sufficient“ geht auf einen produzentenwunsch zurück; dass dabei die ursprünglichen intentionen nicht annähernd erfüllt wurden und trotzdem produziert wurde, spricht zweifelsfrei für ihn, den produzenten und handsemmel-labelchef klaus nüchtern. der wünschte sich nämlich eine zeitgemäße auseinandersetzung mit dem evangelischen kirchen-gesangsbuch (ekg), die zu herzen geht (elektrokardiogramm). nichts weniger wurde allerdings bearbeitet als die großartigen choräle wie etwa „nun ruhen alle wälder“ oder „o haupt voll blut und wunden“, man fühlte sich vielmehr inspiriert zu eigenem, herzerwärmenden texten, komponieren und sogar singen. somit hat der katalysator ekg neue, vielleicht, und das sei dem geneigten hörer überlassen, zu entscheiden, sogar bemerkenswerte hervorbringungen gezeitigt, die zwischen song, kunstlied und freier improvisation changieren.

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c.o.d.e.

supported by:

musicians | musiker: ken vandermark/reeds; max nagl/reeds; clayton thomas/bass; wolfgang reisinger/drums;

beschreibung: c.o.d.e. ist ein tribute an zwei zentralgestirne der jazzgeschichte: ornette coleman und eric dolphy, die mit ihren initialen dem projekt auch den namen gegeben haben. die 4 musiker, die sich zur neusichtung dieser mittlerweile "klassisch" gewordenen musik erstmals zusammengefunden haben, belegen deren weltumspannende und generationenübergreifende relevanz. die österreicher max nagl und wolfgang reisinger treffen auf den überaus umtriebigen amerikaner ken vandermark und den australischen shooting-star clayton thomas.

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market rasen

Live: Max Nagl “Market Rasen”

Jazzfestival Frankfurt, Freitag, 31.10.08, 19.00 Uhr – The Wyatt Variations

mehr info gibt es hier!

musicians | musiker: max nagl/alto saxophone, clarinet, samplings; clemens wenger/synth; herbert pirker/drums; bradley jones/bass (01, 06, 08)

beschreibung: "meine basis ist die popmusk, weil ich aber mit jazz und klassik aufgewachsen bin, drängen sich elemente dieser stile in meine kleinen songs. auch wenn ich jazzmusiker beschäftige und an allerlei technischen geräten herummache, bin ich im grunde nicht sehr gut ausgebildet. ich bin halt nur ein englischer popmusiker." (robert wyatt) seit 1970 hat der rauschebärtige künstler 13 von der kritik äußerst geschätzte alben eingespielt. nur wenigen gelingt es, lieblichkeit und widerborstigkeit, politische losung und reine poesie derart spannend zu verbinden. seine lieder werden gerne gecovert oder durch jazzer neu gedeutet. vor einigen jahren hat ihm der österreichische elektronik-musiker christoph kurzmann ein album zugeeignet, nun ist jazzsaxofonist max nagl dran. market rasen heißt das opus, das heuer in saalfelden vorgestellt wird. angeregt hat es klaus nüchtern, im brotberuf kulturchef der wiener stadtzeitung "falter". Sein junges label nennt sich nicht unknusprig handsemmel records. Nach dem erfolg der ersten handsemmel-platte, bridal suite, einer eigenwilligen burt-bacharach-tributeplatte von oskar aichinger und franz koglmann, stand nun robert wyatt im fokus.

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the bridal suite

musicians | musiker: franz koglmann/flugelhorn; oskar aichinger/piano;

beschreibung: der titel des albums ist doppeldeutig und doppelt zutreffend: the bridal suite ist eine hochzeitssuite fürs brautgemach. als hochzeitsgeschenk entstanden ("wife and lovers!")spielen sich oskar aichinger (klavier) und franz koglmann (flügelhorn) durch circa viereinhalb jener liebesdramen, wie sich burt bacharach in zusammenarbeit mit seinem kongenialem texter hal david in unverwechselbaren songs voller raffinierter harmonien und bittersüßer melancholie komprimiert hat. nicht zu unrecht hat erst unlängst jarvis cocker (pulp) bacharach/david zum genialsten songwriter-duo des vorigen jahrtausends erklährt und nicht zufällig umfasst die legion der bacharach-interpreten so unterschiedliche musiker wie mel tormé und the stranglers, dusty springfield und issac hayes, dionne warwick und the white stripes. aichinger und koglmann reihen sich würdig ein in die legion berühmter interpreten: romantisch, ironisch, melancholisch und brachial, aber immer mit hörbarem respekt vor der substanz und eleganz dieser wundervollen musik.

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